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“Das Internet” soll für Friedensnobelpreis 2010 nominiert werden

Weltweite Initiative des Condé Nast-Magazins Wired

Unter dem Namen „Internet for Peace“ startete das Condé Nast-Magazin Wired eine internationale Initiative mit dem Ziel, „das Internet“ für den Friedensnobelpreis 2010 zu nominieren. Im Schulterschluss riefen die Redaktionsteams der italienischen, britischen und US-amerikanischen Wired-Ausgabe das weltumfassende Projekt mit der Unterstützung prominenter Botschafter, darunter die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi und Modedesigner Giorgio Armani, ins Leben.



Im Begründungsmanifest der Initiatoren für das außergewöhnliche Vorhaben heißt es: „Das Internet ist viel mehr als ein Netzwerk von Computern. Es ist ein unendliches Netzwerk von Menschen. Frauen und Männer aus jedem Winkel der Erde sind so miteinander verbunden – dank dem größten sozialen Treffpunkt der Menschheit.” Die digitale Kultur habe den Grundstein für eine neue, dialogorientierte Gesellschaft gelegt. Und diese Gesellschaft fördere durch Kommunikation Dialog, Diskussion und Konsens. Weiter heißt es: „Das Web ist ein wertvolles und starkes Werkzeug globaler Kommunikation, mit der Fähigkeit, die von Politik und Militär geschaffenen Grenzen und Entfernungen zu überwinden.” Dies zeigte sich beispielsweise im Juni 2009, als nur mit Hilfe des Internets und des Dienstes Twitter Berichte über die Proteste und Unruhen nach den Wahlen im Iran ans Licht der Öffentlichkeit gelangten. Seit jeher war zwischenmenschlicher Kontakt das effektivste Mittel gegen Hass und Konflikt, so die Initiatoren, deshalb sei das Internet ein „großes Werkzeug der Demokratie und des Friedens.”

Auf der Website internetforpeace.org wird weltweit zur Beteiligung aufgerufen. Hier können Sympathisanten des Projekts sich als Unterstützer registrieren. Weitere Informationen, das Mediakit und ein Videoaufruf zur Aktion sind ebenfalls hier zu finden. Auch über einen Youtube-Channel und Präsenz in diversen Social Media-Plattformen soll in den kommenden Monaten Aufmerksamkeit für die Initiative geschaffen werden.


Reader's Comments

  1. |

    So absurd diese Idee auch klingt, aber logisch ist sie allemal… ;-)

  2. |

    Klar ist diese Idee logisch nachvollziehbar und auf der einen Seite wirklich nicht schlecht! In vielen Ländern, allen voran China sorgt das Internet mit seinen sozialen Medien wie Facebook für eine Öffnung im Bereich der Medien und Berichterstattung, aber das Internet ist eine Medaille mit zwei Seiten. Durch die grenzenlose Zugänglichkeit und ständige Verfügbarkeit sorgt das größte aller Netze ebenso für eine neue Form der Kriminalität – das Internet ist eben das, wozu der Nutzer es macht, ein Segen wie auch ein Fluch!

  3. |

    „…das Internet ist eben das, wozu der Nutzer es macht…“

    Eben genau das, mein Freund Knecht Rubrecht, ist denke ich der Knackpunk:
    In diesem Sinne zitiere ich gerne Hornbach:

    „Mach es zu deinem Projekt“

    Jeder einzelne von uns, sollte, auch wenn es nur in kleinem Rahmen ist, das Internet so nutzen, dass stets Positives überwiegt.

    In diesem Zusammenhang schließe ich mit einem Zitat des Künstlers und Aktivisten Ai Weiwei ab, der nach eigenen Angaben über 80 Prozent seiner Zeit im Netz verbringt:

    ”Das Internet ist die Hoffnung, die einzige Möglichkeit, sich frei auszudrücken. Die Fantasie der Menschen kann nicht mehr begrenzt werden.”

    In Regionen, in denen Menschen immer noch elf Jahre Haft für das freie Wort erhalten, ist das Internet Träger von Hoffnung – Hoffnung – Sie ist es immer Wert nominiert zu werden.

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